| DIE STIMME | |||||||||||||||||||||
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Arno - die Stimme Seit 20 Jahren
intensiv, seit meiner Knabenzeit (Wiener Sängerknaben)
indirekt, befasse ich mich nun schon mit "Der Gesangskunst der
Kastraten" und der heute gebräuchlichen Countertenorstimme.
Man kann die Stimmen der barocken Sängerstar´s natürlich nur noch erahnen.
Die unzähligen Stimmbeschreibungen aus der Zeit Farinelli´s
und Co, (von silbriger Klarheit und Reinheit, von trompetenhaft,
metallischer Kraft bis zum süßesten, zartesten Pianissimo, von Biegsamkeit
und wundervollen Klangmodulationen, von Helle und von frischer, klarer ,
glänzender Stimme, der Reinheit einer Silberglocke ist hier die Rede),
Hörbeispiele des letzten Kastraten Alessandro Moreschi,
lassen in meinen Ohren eine Klangvorstellung der Kastratenstimme entstehen,
der ich mich mit neuer Technik anzunähern versuche. In meiner langjährigen
Sopranistenkarriere habe ich eine Technik entwickelt, die meine Stimme vom
Timbre eines "Counters" abrücken lässt, um in die Nähe eines
"Kastratenklanges" zu gelangen. Zum Thema "Vibrato" in der Stimme möchte ich eine klare Meinung vertreten. Zur Hochblüte der "Kastratenzeit" konnte das Publikum meist die Frauen von den Kastratensängern nicht unterscheiden. Nicht nur körperlich waren die jungen Kastraten wie "wunderschöne Frauen", auch ihre Stimmen waren oft der Frauenstimme sehr ähnlich. So nehme ich an werden die Kastraten nicht dem "englischen Stil" einer vibratolosen, geraden Gesangslinie gefolgt sein, sondern ein natürliches kräftiges Vibrato wie unsere großen Opernsängerinnen gehabt haben.
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